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JULIA GANDLER

diplomierte Ernährungsberaterin nach TCM
(traditionelle chinesische Medizin)

wingwave®-Coach


Der Winter aus Sicht der TCM

Der Winter ist die Zeit des „großen Yin“ und steht im Zeichen des Elements Wasser.
Er entspricht dem Funktionskreis Niere-Blase und dem Geschmack „salzig“
Das Bewahren unsere Kräfte im Winter ist Voraussetzung für den Neuanfang im Frühling.

Im Winter kommt alles zum Stillstand. Jetzt herrscht die Kälte, die alles verlangsamt und uns zur Ruhe zwingt. In dieser Zeit verbirgt sich unsere Qi in tieferen Schichten und macht unseren Körper anfälliger für Kälteerkrankungen. Daher bewahren warme Mahlzeiten und warme Kleidung die Nieren-Energie.

„Während der Wintermonate welken die Dinge, sie ziehen sich zurück, gehen nach Hause und treten in die Phase der Ruhe ein, so wie Seen und Flüsse zufrieren und Schnee fällt. (...)
Kennzeichen des Winters ist das Speichern und Bewahren.“

(aus: „Der Gelbe Kaiser“)

Die Tage sind kurz und kalt. Früh schlafen gehen und erst mit der Sonne aufstehen.
„Wie die Samen unter dem Schnee verhalten wir uns still und verborgen. Dieses Verbergen geschieht nicht aus Furchtsamkeit oder Schwäche. Es ist die Form der Sammlung und Bewahrens.“
(aus: „Der Gelbe Kaiser“)

Vorsorge im Winter:
Um uns gegen die äußere Kälte des Winters zu schützen, bedarf es einer energetisch warmen, tonisierenden Nahrung mit pikantem und süßem Geschmack, welche die Lebensenergie (Qi) aufbaut, und uns vor Kälte schützt.
Suppen mit nährendem Wurzelgemüse und Fleisch sind im Winter ideal. Man kann großzügiger salzen als in anderen Jahreszeiten, weil Salz zusammenziehend wirkt und so die Körpersäfte bewahrt (aber bitte nicht im Übermaß - „die Dosis macht‘s...“)

Hier einige allgemeine Nahrungsmittel, die sich eignen, um das Wasserelement zu stärken:*

Getreide: geröstetes Getreide, Reis, süßer Reis, Hirse, Gerste, Weizen.
Hülsenfrüchte: alle Hülsenfrüchte.
Gemüse: alle Wurzelgemüse, Fenchel, Lauch, Karotten, Kürbis, Kastanien, Zwiebel.
Obst: Kompotte, Weintrauben.
Fleisch: Lamm, Hirsch, Wild, Rind, Huhn, Garnelen, Austern, Meeresfrüchte, Ente.
Nüsse: schwarzer Sesam, Walnüsse.
Gewürze: Sternanis, Nelken, Zimt, Wacholderbeeren, Meeresalgen.
Getränke: Rotwein, hochprozentiger Alkohol, Glühwein, Gewürztee.

Salzig:
In diese Kategorie gehören z.B. Algen, Schweine-, Enten-Fleisch, Wurst, Käse, Mineralwasser.

Reduzieren- vermeiden:
Übermaß an scharfem Geschmack, Zitrus- und Tropenfrüchte, Milchprodukte, weißer Zucker, Lightprodukte mit Zuckerersatzstoffen.

Wenn im Winter Kälte in den Körper eindringt, kann diese sich im Frühling als Schwäche und degenerative Erscheinungen in Knochen und Sehnen manifestieren.

*Es wurde keine Differenzierung zwischen den Syndromen von Nieren-Qi-, Nieren-Yang- oder Nieren-Yin-Mangel  gemacht.

FRÜHLING

SOMMER

HERBST

WINTER